Das fetale Alkoholsyndrom (FAS)

Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann beim Kind dauerhafte Entwicklungsstörungen hervorrufen. Das fetale Alkoholsyndrom (FAS) bezeichnet dabei die gravierendste Schädigung durch mütterlichen Alkoholkonsum in der Schwangerschaft.

Zu den FAS-typischen Merkmalen zählen:

  • kraniofaziale Veränderungen
  • Wachstumsretardierung und Organfehlbildungen
  • neuropsychologische und psychopathologische Störungen, die sich in Verhaltensauffälligkeiten zeigen.


Kinder und Jugendliche mit FAS werden von ihrer Umwelt häufig als unerzogen, demotiviert, aggressiv und uneinsichtig wahrgenommen. Diese Reaktionen der Kinder und Jugendlichen sind meist das Resultat auf die Anforderungen im Alltag, denen sie nicht gewachsen sind. Kinder und Jugendliche mit FAS leiden darunter, da sie merken, dass sie anders sind, ihnen wenig gelingt.

FAS-Patienten sind erfahrungsgemäß auch mit der Volljährigkeit nicht in der Lage, ein selbstständiges Leben zu führen und benötigen weiterhin Kontrolle und Anleitung. Im Alltag mit einem von FAS betroffenen Kind bzw. Jugendlichen, treten somit ungewohnte Herausforderungen auf. Um diesen standzuhalten und Lösungsmöglichkeiten zu finden, benötigen die Patienten und ihre Familien oder Betreuer unter anderem externe Hilfeleistungen.

Die FAS-Ambulanz Walstedde setzt deswegen neben der Diagnostik ihren Schwerpunkt auf die Langzeitbetreuung ihrer Patienten, um die Betroffenen und ihre Familien so gut wie möglich zu begleiten.